Die häufigsten Begriffe
HODL — entstand 2013 aus einem Tippfehler für „hold“ in einem Forumsbeitrag. Bedeutet: behalten statt bei jeder Schwankung verkaufen. Wird gern als Weisheit verkauft, ist aber schlicht eine Haltung, keine Strategie.
Dip — ein Kursrückgang. „Buy the dip“ heißt: bei fallenden Kursen kaufen. Der Satz verschweigt, dass niemand vorher weiß, ob es ein kurzer Rückgang oder der Anfang eines langen Abwärtstrends ist.
FOMO — „fear of missing out“, die Angst, etwas zu verpassen. Der Zustand, in dem die meisten schlechten Entscheidungen getroffen werden. Wer dir FOMO macht, will etwas von dir.
FUD — „fear, uncertainty and doubt“. Wird oft benutzt, um berechtigte Kritik als böswillig abzustempeln. Vorsicht: Nicht jeder kritische Hinweis ist FUD.
Whale — jemand mit sehr großen Beständen, dessen Verkäufe den Markt bewegen können.
Altcoin — jede Kryptowährung außer Bitcoin.
Rug Pull — die Betreiber eines Projekts ziehen das eingesammelte Geld ab und verschwinden.
Gas — die Gebühr für eine Transaktion im Ethereum-Netzwerk.
Stablecoin — ein Token, der an eine Währung wie den Euro oder Dollar gekoppelt sein soll. Wie gut das funktioniert, hängt vollständig davon ab, wer die Deckung hält und ob sie geprüft wird.
DYOR — „do your own research“. Klingt nach Eigenverantwortung, wird in der Praxis aber meist als Haftungsausschluss hinter eine Empfehlung gesetzt.
Warum das mehr als Vokabeln sind
Ein großer Teil dieser Sprache dient dazu, Gruppenzugehörigkeit herzustellen und Zweifel abzuwürgen. Wer „HODL“ ruft, wenn du eine sachliche Frage stellst, beantwortet sie nicht.
Nimm die Begriffe als das, was sie sind: nützliche Abkürzungen im Gespräch. Sobald sie als Argument auftreten, lohnt sich Skepsis.
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Antwort lesen →Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Er stellt keine Anlageberatung, Anlagevermittlung, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich.