Der Ablauf
Zuerst wählst du einen Handelsplatz. Für Menschen in Deutschland sind Anbieter mit deutschsprachigem Service, einer Erlaubnis der BaFin und einer nachvollziehbaren Gebührenstruktur am unkompliziertesten.
Dann folgt die Identitätsprüfung mit Ausweis, meist per Video oder Foto. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Ein Anbieter, der ohne jede Prüfung große Beträge annimmt, ist kein Vorteil, sondern ein Warnsignal.
Anschließend überweist du Geld, kaufst und überträgst den Bestand auf deine eigene Wallet. Genau dieser letzte Schritt entscheidet darüber, ob dir die Coins gehören oder ob du nur eine Forderung gegen ein Unternehmen hast.
Die Kosten, die man erst später sieht
Neben der ausgewiesenen Gebühr gibt es fast immer einen Aufschlag im Kurs selbst. Bei bequemen Ein-Klick-Angeboten liegt dieser Aufschlag oft deutlich höher als die sichtbare Gebühr — teils um ein Vielfaches.
Vergleiche deshalb nicht die Gebührenangabe, sondern rechne nach, wie viel du für hundert Euro tatsächlich an Coins erhältst. Dazu kommt die Netzwerkgebühr für die Übertragung auf die eigene Wallet.
Anfängerfehler
Alles auf der Börse liegen lassen und das für Eigenverwahrung halten.
Die erste Überweisung sofort mit dem vollen Betrag machen, statt mit einem kleinen Testbetrag zu prüfen, ob die Adresse stimmt.
Die Empfängeradresse von Hand abtippen oder aus einer unsicheren Quelle kopieren. Immer aus der Wallet heraus kopieren und die ersten und letzten Zeichen auf dem Zielgerät kontrollieren.
Coins an das falsche Netzwerk senden. Dieselbe Adresse kann auf mehreren Netzwerken existieren; ein Fehler hier bedeutet meist Totalverlust.
Was ich bewusst nicht sage
Wie viel du kaufen solltest, wann ein guter Zeitpunkt ist oder welche Kryptowerte sinnvoll sind — das sind Fragen der Anlageberatung. Die ist erlaubnispflichtig, und ich habe diese Erlaubnis nicht. Ich zeige dir, wie es technisch sauber und sicher abläuft.
Noch Fragen dazu?
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Termin aussuchenPasst dazu
Was ist eine Wallet – und was liegt da eigentlich drin?
Eine Wallet enthält kein Geld, sondern Schlüssel. Was der Unterschied bedeutet und warum er über Sicherheit oder Totalverlust entscheidet.
Antwort lesen → Wallet & SicherheitBörse oder eigene Wallet – was heißt „not your keys, not your coins“?
Auf einer Börse gehören dir keine Coins, sondern eine Forderung gegen ein Unternehmen. Warum dieser Unterschied im Ernstfall über alles entscheidet.
Antwort lesen → Kaufen & NutzenWas ist der Unterschied zwischen einer zentralen und einer dezentralen Börse?
CEX und DEX im Vergleich: Wo liegen deine Coins, wer haftet, was passiert bei Problemen – und für wen sich welche Variante überhaupt eignet.
Antwort lesen →Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Er stellt keine Anlageberatung, Anlagevermittlung, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich.