Wallet & Sicherheit

Börse oder eigene Wallet – was heißt „not your keys, not your coins“?

Auf einer Börse gehören dir keine Coins, sondern eine Forderung gegen ein Unternehmen. Warum dieser Unterschied im Ernstfall über alles entscheidet.

Der Unterschied in einem Satz

Auf der Börse steht eine Zahl in einer Datenbank, die dem Unternehmen gehört. In deiner eigenen Wallet hältst du den Schlüssel, mit dem sich der Eintrag in der Blockchain bewegen lässt. Im ersten Fall bist du Gläubiger, im zweiten Eigentümer.

Solange alles gut läuft, merkt man den Unterschied nicht. Er zeigt sich genau dann, wenn es schlecht läuft.

Was schlecht laufen kann

Zahlungen werden ausgesetzt, weil das Unternehmen in Schieflage gerät. Genau das ist in der Vergangenheit mehrfach passiert, teils bei sehr großen Anbietern, und Kundengelder waren über Jahre gebunden oder ganz verloren.

Konten werden eingefroren, weil eine Prüfung läuft, Unterlagen fehlen oder eine Behörde es anordnet. Auch ohne eigenes Verschulden kann der Zugriff dauern.

Die Börse selbst wird angegriffen. Es gibt keine Einlagensicherung wie bei einer Bank, die dich in diesem Fall auffängt.

Wie man es in der Praxis löst

Die Börse ist ein Umschlagplatz, kein Lager. Man nutzt sie zum Kaufen und Verkaufen und überträgt Beträge, die man behalten will, auf die eigene Wallet.

Vor der ersten großen Überweisung immer einen kleinen Testbetrag schicken und ankommen lassen. Ein Tippfehler in der Adresse ist nicht rückgängig zu machen.

Die Kehrseite ehrlich benannt

Eigenverwahrung bedeutet volle Verantwortung. Es gibt niemanden, der dein Passwort zurücksetzt oder eine Fehlüberweisung storniert. Für manche Menschen ist ein regulierter Verwahrer deshalb die passendere Lösung — das ist keine Schande, sondern eine ehrliche Einschätzung der eigenen Situation.

Noch Fragen dazu?

Zehn Minuten am Telefon, kostenlos und ohne Verkaufsgespräch. Danach weißt du, ob und wie ich dir weiterhelfen kann.

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Passt dazu

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Er stellt keine Anlageberatung, Anlagevermittlung, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich.