Grundlagen

Was ist eine Blockchain und warum gilt sie als fälschungssicher?

Blockchain ohne Buzzwords: eine Kette von Datenblöcken, bei der jeder Block den vorherigen versiegelt – und warum das nachträgliche Ändern praktisch unmöglich wird.

Der Fingerabdruck ist der ganze Trick

Es gibt Rechenverfahren, die aus beliebig vielen Daten eine kurze Zeichenfolge erzeugen — den sogenannten Hash. Zwei Eigenschaften machen ihn nützlich: Dieselben Daten ergeben immer denselben Hash, und die kleinste Änderung ergibt einen völlig anderen.

Jeder Block einer Blockchain enthält den Hash seines Vorgängers. Damit ist er an ihn gekettet. Wer den Betrag in einem drei Jahre alten Block ändern will, verändert dessen Hash — und müsste danach jeden einzelnen darauffolgenden Block neu berechnen, schneller als der Rest der Welt neue Blöcke anhängt.

Öffentlich heißt nicht namentlich

Alle Transaktionen sind für jeden einsehbar. Das überrascht viele, die Kryptowährungen für anonym halten. Sichtbar sind Beträge, Zeitpunkte und Adressen — nicht aber Namen.

Diese Pseudonymität ist schwächer, als sie klingt. Sobald eine Adresse einmal einer Person zugeordnet werden kann, etwa über eine Börse mit Ausweisprüfung, lässt sich ihre gesamte Historie nachvollziehen. Für die Praxis heißt das: Behandle deine Adressen nicht als anonym.

Nicht jede Blockchain ist sinnvoll

Seit Jahren wird die Technik für alles Mögliche vorgeschlagen — Lieferketten, Zeugnisse, Grundbücher. In den allermeisten Fällen wäre eine gewöhnliche Datenbank einfacher, schneller und billiger.

Der Aufwand lohnt sich nur, wenn viele Parteien einander nicht vertrauen und es trotzdem keine gemeinsame Instanz geben soll. Das ist selten. Wenn dir jemand eine Blockchain-Lösung verkaufen will, ist die erste Frage: Wer genau misstraut hier wem?

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Er stellt keine Anlageberatung, Anlagevermittlung, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich.