Kaufen & Nutzen

Kann man mit Bitcoin tatsächlich bezahlen?

Warum Bitcoin-Zahlungen lange unpraktisch waren, was das Lightning-Netzwerk daran ändert – und was beim Bezahlen steuerlich zu beachten ist.

Das Grundproblem

Jede Transaktion auf der Bitcoin-Blockchain muss von allen Beteiligten gespeichert und geprüft werden. Der Platz pro Block ist begrenzt, deshalb kostet er Gebühren, und die Bestätigung dauert im Schnitt etwa zehn Minuten.

Für einen Kaffee ist das ungeeignet. Für größere Beträge ist es dagegen völlig unproblematisch — eine Überweisung im sechsstelligen Bereich kostet dasselbe wie eine über zehn Euro.

Was Lightning ändert

Lightning legt eine zweite Ebene über Bitcoin. Zwei Parteien eröffnen einen Zahlungskanal, wickeln beliebig viele Zahlungen untereinander ab und schreiben nur das Endergebnis in die Blockchain.

Für dich als Nutzer sieht das aus wie jede andere Bezahl-App: QR-Code scannen, bestätigen, fertig. Die Zahlung ist sofort da und kostet praktisch nichts.

Der steuerliche Haken beim Bezahlen

In Deutschland gilt das Ausgeben von Kryptowerten steuerlich als Veräußerung. Wer mit Bitcoin bezahlt, den er weniger als ein Jahr hält, löst damit ein privates Veräußerungsgeschäft aus — auch beim Bäcker.

Das macht Bezahlen aus kleinen, kurzfristigen Beständen buchhalterisch mühsam. Wer regelmäßig zahlen will, sollte sich vorher überlegen, wie er das dokumentiert.

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Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Er stellt keine Anlageberatung, Anlagevermittlung, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kryptowerte sind hochvolatil, ein Totalverlust ist möglich.